Welche beruflichen Qualifikationen sind morgen eigentlich noch gefragt? Wird das, was Menschen leisten können, nicht ohnehin bald besser, schneller und günstiger von Robotern erledigt? Diese Fragen bewegen im Moment alle, die den größten Teil ihrer Berufstätigkeit noch vor sich haben.

Vor einiger Zeit hörte ich über einen Kollegen vom Studiengang Zukunftsdesign. Seine Frau hatte sich als Grafikerin von dem Titel angesprochen gefühlt, dann aber festgestellt, dass dies mit Gestaltung im klassischen Sinne wenig zu tun hat.

Vielmehr beschäftigt sich der Studiengang Zukunftsdesign damit, auf eine unkonkrete, nicht vorhersehbare Zukunft vorzubereiten. In der Menschen dauerhaft in der Lage sein müssen, eigenes Wissen in Frage zu stellen, Grenzen von Geschäftsmodellen zu überwinden, neue Regeln zu finden, Prozesse und Organisationen immer wieder neu zu strukturieren und dabei die ethische Dimension nicht aus den Augen zu verlieren. Das Studium beschäftigt sich deshalb mit Themen wie

  • Organisationsmanagement
  • Teamdynamiken
  • Innovation
  • Werte
  • Moderation
  • Kommunikation

Im Allgemeinen wird die Gestaltung der Zukunft ansonsten oft mit Informatik, technischen Innovationen oder Nachhaltigkeit verbunden. Als Kommunikationsmensch bekommt man leicht den Eindruck, dass die Fähigkeiten, die dieser Beruf mit sich bringt, künftig eine untergeordnete Rolle spielen wird. Verfolgt man allerdings die aktuellen Diskussionen um die Anforderungen an den Menschen der Zukunft, so ist das Studium Zukunftsdesign die Antwort auf viele Fragen – und die Bestätigung, dass bei aller Maschinengläubigkeit die komplexen empathischen Fähigkeiten des Menschen auch weiterhin gefragt sein werden. Und das die Fähigkeit zu kommunizieren auch in Zukunft eine wichtige Rolle spielen wird.

 

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